Freitag, 6. november 2009
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Manchmal geht das Leben seltsame Wege.
Es ist in den letzten Monaten sehr viel geschehen... erst war ich glücklich. So wie ich es mir erhofft hatte. Doch natürlich verlief unsere kleine Geschichte, die sich vielleicht in den letzten
drei Jahren zu einer großen hätte machen lassen können, wie erwartet oder wider erwarten im Sand. Es fingen die gleichen Streitereien an, wie jedes Mal, in denen ich den Kürzeren zu ziehen pflegte,
einfach weil ich es hasste überhaupt zu Streiten. Und dann passierte etwas, was unser Schicksal eindeutig besiegelte.
Es war ein typischer Donnerstag Abend. Wir fuhren mit meiner besten Freundin zusammen ins Pulp nach Duisburg, ich glaube es war noch Anfang August. Wir hatten schon auf der Hinfahrt echt Spaß mit
Disturbed, eigentlich bin ich immer skeptisch gewesen vor solchen Abenden, da sie prädestiniert für noch mehr Streit waren, doch dieses Mal hatte ich einfach keine Lust mehr dazu. Der letzte Streit
lag nicht lang zurück. Ich wollte einfach tanzen und trinken.
Etwas später am Abend standen wir dann draussen und unterhielten uns alle leicht angeheitert über unwichtige Dinge und da fiel mir jemand auf. Im selben Moment wollte meine Freundin zum Klo und wie
wir Frauen eben sind, begleitete ich sie und ging genau an ihm vorbei... einen Moment überlegte ich und auf dem Rückweg sah ich mich dann wieder nach ihm um, erblickte ihn jedoch nicht mehr. Hatte
ich mich geirrt? Ich zückte mein Handy und tippte "Hey, habe ich dich gerade im Pulp gesehen? Wenn ja, ich steh draussen..." Kaum zwei Minuten später vibriete etwas in meiner Tasche und ich lass:
"Ja, du hast mich gesehen, ich stand nebene dir I think"...
Vor zwei Jahren hatte ich an einem ziemlich feucht-fröhlichen Abend ebenfalls im Pulp einen Mann kennengelernt. Damals hatte ich mich jedoch gegen ihn entschieden und für den Mann, der zu dem
Zeitpunkt Anfang August noch an meiner Seite war. Wieso ich das damals getan habe, weiß ich bis heute nicht aber ich bin sicher, dass es nötig war.
In den ganzen letzten zwei Jahren hatten wir uns nur einmal wieder gesehen und um so besser war es, ihn an diesem besagten Abend zu treffen. Es war im Grunde nur ein sehr kurze Unterhaltung, doch
es reichte, mich daran zu errinnern, wie es vor zwei Jahren gewesen war.
Als meine Freundin zwei Wochen später Geburtstag hatte, sahen wir uns bereits wieder. Es war niemand gekommen und so hatte ich die Chance zugegebenermaßen nicht ohne Hintergedanken genutzt, ihm
eine SMS zu schicken und anderthalb Stunden später war er tatsächlich da. Unsere Unterhaltungen nahmen exponentiell zu den Streitereien mit meinem Freund zu, der kurz vor einer OP an seinem Fuss
stand.
Was das Resultat der Geschichte ist, brauche ich wohl nicht genauer zu Erleutern. Ich weiß natürlich, dass es moralisch nicht unbedingt vertretbar ist, jemanden zu verlassen, wenn er gerade eine
Schiene ans Bein bekommen hat. Aber ich war nichts weiter als eine Krankenschwester und die jenige, die seine Laune aushalten musste. Wir haben uns in Freundschaft getrennt und heute pflegt ihn
eine andere.
Ich dagegen habe das Glück, jetzt einen Mann zu haben, der mich über alles liebt und den ich ebenso liebe, der mich respektiert, mir Blumen mitbringt und bei dem ich sein kann, wie ich will.
Wieviele Frauen ausser mir haben dieses Glück?
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